• Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Mail
Tel.: +49 (0)208 74010481
ADCONIA
  • Unternehmen
    • Fokus
    • Referenzen
    • Kooperationspartner
    • Veranstaltungen
    • Management
  • Wie wir arbeiten
    • Consulting
    • Advisory
    • Strategiefindung
  • Unsere Analysekompetenz
    • Potenzialanalyse
    • Digital Value Navigator
    • Positionsanalyse
  • Digitalisierung
    • Digital Value Navigator
    • Digitale Transformation
    • Einsatzmöglichkeiten von KI im Einkauf
  • Nachhaltigkeit
    • ADCONTERRA – wir navigieren Ihr Unternehmen zur Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeitscheck
    • Supply Chain Performance
  • Kostenmanagement
    • Einkaufsoptimierung
    • Kostenoptimierung
    • Dienstleistersteuerung
    • CBAM-Rechner
    • CBAM Zeitstrahl
    • Supply Chain Finance
  • Organisationsentwicklung
    • Transformation
    • Personalentwicklung
    • Führungskräftecoaching
    • Transparente Supply Chain
  • ADCONIA Academy
  • Publikationen
    • Übersicht
    • Blog
    • WEITSICHT – Das Innovationsmagazin
    • ADCONIA Einblick
    • #MontagimEinkauf
    • Webcast ADCONIA
    • Privatsphäre-Einstellungen ändern
      • Historie der Privatsphäre-Einstellungen
      • Einwilligungen widerrufen
  • Terminvereinbarung
  • FAQ
  • Switch to English
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Beschaffungsspezialistin ordnet farbkodierte Lieferantenordner in einem Raster auf einem Glastisch, Laptop und Ausgabenanalysen daneben.
Oliver Kreienbrink

Wie funktioniert Category Management im B2B-Einkauf?

20. Juni 2026/von Oliver Kreienbrink

Category Management im B2B-Einkauf bedeutet, dass Waren und Dienstleistungen nicht einzeln, sondern in strategischen Gruppen gebündelt beschafft werden. Jede Gruppe wird als eigenständiges Geschäftsfeld behandelt, mit einer klaren Strategie, einem verantwortlichen Category Manager und messbaren Zielen. Dieser Ansatz ermöglicht es Einkaufsorganisationen, deutlich mehr Kosteneinsparungen zu erzielen und gleichzeitig die Lieferantensteuerung gezielt zu verbessern. Die folgenden Fragen zeigen, wie Category Management in der Praxis funktioniert und wann es sich lohnt.

Was unterscheidet Category Management vom klassischen Einkauf?

Der klassische Einkauf reagiert auf Bedarfe: Eine Anforderung kommt rein, ein Lieferant wird kontaktiert, eine Bestellung wird ausgelöst. Category Management hingegen agiert proaktiv. Warengruppen werden strategisch geplant, Marktentwicklungen kontinuierlich beobachtet und Lieferantenbeziehungen langfristig gestaltet. Der entscheidende Unterschied liegt im Wechsel vom Bestellorgan zum strategischen Marktexperten.

Im klassischen Einkauf steht die operative Abwicklung im Vordergrund. Category Management dagegen verbindet Marktkenntnis, Kostentransparenz und Lieferantenstrategie zu einem integrierten Ansatz. Der Category Manager kennt seinen Markt, versteht die internen Bedarfe und entwickelt daraus eine Einkaufsstrategie für messbaren Mehrwert, die echten Mehrwert schafft. Das Ergebnis ist eine Einkaufsorganisation, die nicht nur Kosten senkt, sondern aktiv zur Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens beiträgt.

Konkret unterscheiden sich die beiden Ansätze in diesen Punkten:

  • Zeithorizont: Klassischer Einkauf denkt in Transaktionen, Category Management denkt in Zyklen und Marktentwicklungen.
  • Verantwortung: Im Category Management trägt ein dedizierter Manager die Gesamtverantwortung für eine Warengruppe, inklusive Strategie und Performance.
  • Lieferantenbeziehung: Statt kurzfristiger Preisverhandlungen entstehen partnerschaftliche, langfristige Beziehungen mit ausgewählten Lieferanten.
  • Datenbasis: Category Management nutzt strukturierte Spend-Analysen und Marktdaten als Grundlage jeder Entscheidung.

Welche Warengruppen eignen sich für Category Management?

Grundsätzlich eignen sich alle Warengruppen mit signifikantem Einkaufsvolumen, hoher strategischer Bedeutung oder komplexen Lieferantenstrukturen für Category Management. Besonders geeignet sind Kategorien mit mehreren Lieferanten, vergleichbaren Leistungen und klaren Marktpreisen, da dort das Optimierungspotenzial am größten ist.

Eine bewährte Methode zur Priorisierung ist die Portfolioanalyse nach Kraljic. Sie teilt Warengruppen anhand von zwei Dimensionen ein: dem Einkaufsvolumen und dem Versorgungsrisiko. Daraus ergeben sich vier Felder, die unterschiedliche Strategien erfordern:

  • Hebelprodukte: Hohes Volumen, geringes Risiko. Hier lässt sich durch Bündelung und Wettbewerb unter Lieferanten am meisten sparen.
  • Strategische Produkte: Hohes Volumen, hohes Risiko. Diese Kategorien erfordern enge Partnerschaften und Risikomanagement.
  • Routineprodukte: Geringes Volumen, geringes Risiko. Automatisierung und Standardisierung stehen hier im Vordergrund.
  • Engpassprodukte: Geringes Volumen, hohes Risiko. Versorgungssicherheit hat Priorität, alternative Lieferanten müssen aufgebaut werden.

Im B2B-Umfeld sind klassische Kategorien für Category Management unter anderem IT-Dienstleistungen, Logistik, Verpackungsmaterialien, Energie, Instandhaltung sowie Marketingdienstleistungen. Auch indirekte Warengruppen wie Reisemanagement oder Facility Services bieten oft erhebliches Einsparpotenzial, das ohne strukturierten Ansatz ungenutzt bleibt.

Wie wird eine Category-Management-Strategie entwickelt?

Eine Category-Management-Strategie wird in einem strukturierten Prozess entwickelt, der mit einer Analyse des Ist-Zustands beginnt und in einer konkreten Maßnahmenplanung endet. Der Prozess folgt typischerweise fünf Schritten: Analyse, Marktscan, Strategieentwicklung, Implementierung und Erfolgsmessung.

Im ersten Schritt steht die Spend-Analyse: Wie viel gibt das Unternehmen in welcher Warengruppe aus, bei welchen Lieferanten und mit welcher Preisentwicklung? Diese Kostentransparenz ist die Grundlage jeder fundierten Strategie. Ohne belastbare Daten bleibt die Strategieentwicklung Spekulation.

Im zweiten Schritt folgt der externe Marktscan: Wie entwickeln sich Preise, Technologien und Lieferantenmärkte? Welche Alternativen gibt es? Welche Risiken bestehen? Dieses Marktverständnis unterscheidet den Category Manager vom klassischen Einkäufer.

Auf dieser Basis wird die eigentliche Einkaufsstrategie entwickelt. Sie legt fest, welche Lieferanten langfristig aufgebaut werden, wo Wettbewerb erzeugt wird, wie Verträge gestaltet werden und welche Hebel zur Kostensenkung genutzt werden. Die Strategie wird anschließend in konkreten Maßnahmen mit Verantwortlichkeiten und Zeitplan umgesetzt. Regelmäßige Reviews stellen sicher, dass Anpassungen bei veränderten Marktbedingungen schnell möglich sind.

Welche Rolle spielen Lieferanten im Category Management?

Lieferanten sind im Category Management keine reinen Preisanbieter, sondern strategische Partner. Die Lieferantensteuerung wird gezielt eingesetzt, um Qualität, Innovation und Versorgungssicherheit zu sichern. Je nach Bedeutung einer Warengruppe variiert die Intensität der Lieferantenbeziehung von transaktional bis partnerschaftlich.

Ein zentrales Element ist die Lieferantensegmentierung: Nicht alle Lieferanten verdienen denselben Aufwand. Strategische Lieferanten erhalten regelmäßige Business Reviews, gemeinsame Entwicklungsprojekte und langfristige Vertragsstrukturen. Lieferanten für Standardleistungen werden stärker über Wettbewerb und automatisierte Prozesse gesteuert.

Darüber hinaus spielt die Lieferantenentwicklung eine wachsende Rolle. Unternehmen, die aktiv in die Leistungsfähigkeit ihrer Schlüssellieferanten investieren, profitieren von besserer Qualität, kürzeren Lieferzeiten und gemeinsamen Innovationen. Das ist besonders relevant in Branchen wie dem Maschinenbau, wo Lieferanten oft tiefes technisches Know-how einbringen.

Ein professionelles Category Management berücksichtigt auch Resilienzaspekte: Wie abhängig ist das Unternehmen von einzelnen Lieferanten? Gibt es Alternativen? Welche Risiken entstehen durch geopolitische Entwicklungen oder Rohstoffknappheit? Diese Fragen sind 2026 relevanter denn je und gehören fest zur Category-Strategie.

Wie lässt sich der Erfolg von Category Management messen?

Der Erfolg von Category Management wird primär über realisierte Kosteneinsparungen, Lieferantenperformance und Prozesseffizienz gemessen. Eine belastbare Erfolgsmessung erfordert klare Ausgangswerte, definierte KPIs und regelmäßige Reportingzyklen.

Typische Kennzahlen im Warengruppenmanagement sind:

  • Savings: Realisierte Einsparungen gegenüber dem Vorjahr oder einer definierten Baseline, ausgedrückt in Prozent oder absoluten Beträgen.
  • Lieferantenperformance: Liefertreue, Qualitätsquoten und Reaktionszeiten bei Störungen.
  • Vertragsabdeckung: Anteil des Einkaufsvolumens, der über Rahmenverträge abgewickelt wird.
  • Maverick Buying: Anteil der Bestellungen, die außerhalb vereinbarter Prozesse oder Lieferanten erfolgen.
  • EBIT-Beitrag: Direkter Ergebnisbeitrag durch Einsparungen und Prozessverbesserungen.

Entscheidend ist, dass Einsparungen nicht nur auf dem Papier existieren, sondern tatsächlich im Ergebnis ankommen. Die Unterscheidung zwischen Hard Savings, die den EBIT direkt verbessern, und Soft Savings, die Effizienzgewinne beschreiben, ist dabei wichtig für eine ehrliche Erfolgsbilanz.

Wann lohnt sich die Einführung von Category Management?

Category Management lohnt sich, wenn ein Unternehmen ein relevantes Einkaufsvolumen hat, mehrere Lieferanten je Warengruppe einsetzt und bisher keine strukturierte Einkaufsstrategie verfolgt. Als Faustregel gilt: Ab einem jährlichen Einkaufsvolumen von mehreren Millionen Euro und mehr als zehn bis fünfzehn aktiven Lieferanten entsteht durch Category Management ein messbarer Mehrwert.

Besonders lohnend ist die Einführung in folgenden Situationen:

  • Die Einkaufsabteilung arbeitet reaktiv und hat keinen systematischen Überblick über Ausgaben und Lieferanten.
  • Kostensenkungsziele werden nicht erreicht, obwohl Verhandlungen regelmäßig stattfinden.
  • Das Unternehmen wächst und die Einkaufsstrukturen halten mit der Komplexität nicht Schritt.
  • Lieferantenrisiken sind nicht transparent und Versorgungsengpässe treten wiederholt auf.
  • Führungskräfte erwarten einen messbaren EBIT-Beitrag aus dem Einkauf.

Auch für Dienstleistungsunternehmen aus Branchen wie Hotellerie, Versicherung oder Finanzdienstleistung ist Category Management hochrelevant, da indirekte Kosten oft einen erheblichen Anteil der Gesamtkosten ausmachen und selten systematisch gesteuert werden.

Wie ADCONIA Sie beim Aufbau von Category Management unterstützt

Wir bei ADCONIA unterstützen Unternehmen dabei, Category Management nicht als theoretisches Konzept einzuführen, sondern als wirksames Steuerungsinstrument in der bestehenden Organisation zu verankern. Unser Ansatz ist pragmatisch, ergebnisorientiert und direkt umsetzbar, denn wir arbeiten als Praktiker für Praktiker.

Konkret helfen wir Ihnen bei:

  • Spend-Analyse und Kostentransparenz: Wir machen Ihre Einkaufsausgaben sichtbar und identifizieren die größten Hebel für Einsparungen.
  • Warengruppensegmentierung: Wir strukturieren Ihren Einkauf in strategisch sinnvolle Kategorien und priorisieren nach Potenzial und Risiko.
  • Strategieentwicklung: Wir entwickeln mit Ihnen maßgeschneiderte Category-Strategien, die zu Ihrer Branche, Ihrer Organisation und Ihren Zielen passen.
  • Lieferantensteuerung: Wir etablieren belastbare Steuerungsmechanismen für Ihre Schlüssellieferanten und bauen Resilienz in Ihrer Supply Chain auf.
  • Erfolgsmessung: Wir definieren klare KPIs und stellen sicher, dass Einsparungen tatsächlich im EBIT ankommen.

Wenn Sie Ihre Einkaufsorganisation gezielt weiterentwickeln und messbare Ergebnisse erzielen möchten, sprechen Sie uns an. Wir zeigen Ihnen in einem ersten Gespräch, welche Potenziale in Ihrem Einkauf stecken und wie Category Management in Ihrer Organisation wirksam wird.

Eintrag teilen
  • Teilen auf LinkedIn
https://adconia.de/wp-content/uploads/2026/05/beschaffung-kategorien-lieferanten-analyse-ordner.webp 768 1024 Oliver Kreienbrink https://adconia.de/wp-content/uploads/2019/11/adconiagrey_-1.jpg Oliver Kreienbrink2026-06-20 08:00:002026-05-20 23:03:14Wie funktioniert Category Management im B2B-Einkauf?

Die letzten Blogs

  • total cost of ownership
    Wie berechnet man TCO im Einkauf richtig?7. Juli 2026 - 15:22
  • Claim Management im Mittelstand16. Juni 2026 - 12:00
  • ADCONIA und P&P Consulting bündeln ihre Kräfte für Einkauf und Supply-Chain3. Juni 2026 - 15:27
  • Co2 Einsparung
    Nachhaltiger Einkauf: Wie Unternehmen Lieferketten und CO₂ im Griff behalten8. April 2026 - 11:56
  • Wandel gestalten statt verwalten: Was Führungskräfte in Zeiten des Wandels wirklich tun müssen27. März 2026 - 12:08

Kontakt

ADCONIA GmbH | Tel.: +49 (0)208 74010481 | E-Mail: info@adconia.de

ADCONIA GmbH
Essener Str. 5
46047 Oberhausen

Gut zu wissen

Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Anfahrt

   

Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen