Rainer den Ouden

Rainer den Ouden

Partner

November 2022: ADCONTERRA – wir navigieren Ihr Unternehmen zum grünen Haken bei Nachhaltigkeit

Der Dschungel in der Nachhaltigkeit ist riesig. Es werden zahlreiche neue Anforderungen an die Unternehmen gestellt, die nach unserer Beobachtung häufig zu noch zahlreicheren Fragezeichen führen.

So z. B., ob und in welchem Umfang das eigene Unternehmen eigentlich von welcher Regelung betroffen ist. In diesem Zusammenhang wird eine Vielzahl von neuen Begriffen aus dem Nachhaltigkeitsumfeld an unsere Kunden herangetragen. Und zudem sprießen zeitglich wöchentlich neue Anbieter und Lösungsansätze auf bislang unkartierten Bereichen aus dem Boden, die Hilfe versprechen.

Anforderungen auf verschiedensten Gebieten

Die Anforderungen an unsere Kundschaft werden aus verschiedenen Richtungen und mitunter dynamisch gestellt.

So ändern sich aktuell beispielsweise sehr intensiv die gesetzlichen Rahmenbedingungen zur Berichtspflicht in Bezug auf Nachhaltigkeitskriterien. Wir sehen an dieser Stelle spätestens im Januar 2026 eine Welle von notwendigen Maßnahmen auf den deutschen Mittelstand zurollen – vergleichbar zu den seinerzeitigen Anforderungen der DSGVO auf den deutschen Mittelstand spätestens im Januar 2026 durch das CSRD zuzurollen. Natürlich beantworten wir mit unseren Kunden, angestoßen durch das Lieferketten Sorgfaltspflichtengesetz (LkSG), schon seit einiger Zeit intensiviert Fragen zur Nachhaltigkeit und Transparenz in der Supply Chain. Die kommenden Anforderungen jedoch haben einen nochmals erheblich weiteren Umfang und betreffen auch die verschiedensten Unternehmensbereiche.

Das Thema wird auch funktionsübergreifend immer präsenter. So stellen potenzielle Mitarbeitende im Recruitingprozess ebenso wie bestehende Mitarbeitende Anforderungen an die Positionierung des Unternehmens zur Nachhaltigkeitsstrategie und den Maßnahmen im Sinne der ESG (Enviromental, Social und Corporate Governance). Da jeder Mitarbeitende sich auch privat bedingt durch eine Energiekrise mit dem Thema auseinandersetzt, steigt die Sensibilität und Erwartungshaltung an den eigenen Arbeitgeber, sich entsprechend zu positionieren.

Hier wird die aufstrebende und gerade in den Arbeitsmarkt drängende Generation Z auch ein beschleunigtes Umdenken hervorrufen. Wir sehen bereits heute Personalabteilungen in Einstellungsgesprächen in Erklärungsnöte kommen. Für diese Generation ist die nachhaltige Ausrichtung des Unternehmens und der tiefere Zweck der eigenen Arbeit – außerhalb der Einkommensgenerierung – ein viel größeres Entscheidungskriterium als noch bei vorangehenden Generationen.

Eigene Kompetenz aufbauen?

Zahlreiche Unternehmen stehen damit vor einem großen Dilemma. Sie einerseits konfrontiert mit der Herausforderung, die Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielsetzungen für sich zu finden. Gleichzeitig allerdings sehen sie sich gerade auf diesem Gebiet noch wenig strukturierten Prozessen mit intransparenten Kostenpotenzialen und -risiken, unklarer Datenlage und wenig Erfahrung mit Lösungsansätzen gegenüber.

Wir beobachten, dass die Unternehmen, die das Thema früh erkannt haben, bereits Stellen für „ESG-Beauftragte“ geschaffen und mit qualifizierten „ESG-Managern“ besetzt haben. In der Regel findet man einen entsprechend qualifizierten Mitarbeitenden selten griffbereit im eigenen Ressourcen Pool. Und selbst wenn man, angesichts des aktuellen Fachkräftemangels, das Glück hat, diese Person zu finden, stehen unter Personal-Vollkostenbetrachtung (inkl. Lohnnebenkosten und sonstigen Personalkosten) erst einmal 65 bis zu 100 Tsd. € jährlich in den Büchern. Diese zusätzliche Kostenbelastung wird in mancher Führungsetage zunächst einmal für Stirnrunzeln sorgen – und dies unter Umständen auch nicht ganz zu Unrecht. Denn die Bemessung des tatsächlichen individuellen Ressourcenbedarfs, der notwendigen Kompetenzen und zusätzlichen Strukturen/Tools mit Blick auf die Nutzen-/Kosten-Effizienz ist nicht trivial.

Die Herausforderungen dieser CSR (Corporate Social Responsibility) Manager erleben wir in vielen Projekten. Oftmals vermissen die Verantwortlichen zunächst einmal eine klare Nachhaltigkeitsstrategie, um hier die Mission und Ziele ihrer Arbeit entsprechend darauf auszurichten.

Sie sehen sich aber auch ansonsten einer Herkulesaufgabe gegenüber. Zeitgleich mit dem Tagesgeschäft im Lieferantenmanagement, in dem die gesetzlichen Forderungen und unternehmenseigenen Ansprüche an die Lieferkette durchgesetzt werden sollen, gilt es zukünftig beispielsweise auch, interne und externe Daten zu erheben, Produkt-CO2-Bilanzen, Unternehmens-CO2-Bilanzen oder Nachhaltigkeitsberichte in unterschiedlichsten Formaten zu erstellen.  Und genau dabei fehlen heute verlässliche Strukturen und Prozesse genauso wie systemische Unterstützung und Erfahrungen.

Der Einstieg ins Thema ist meist, ein Projekt aufzusetzen und sich externe Unterstützung und Know How ins Unternehmen zu holen. In diesem werden die strategische Ausrichtung in der Nachhaltigkeit festgezogen und die Handlungsfelder festgelegt, auf denen für das Unternehmen die wichtigsten Hebel zur nachhaltigen Anpassung liegen (Gesetzliche Forderungen, Arbeitgeber Attraktivität, Wettbewerbsvorteile, ökonomische Vorteile). Damit ist zwar die grundsätzliche Ausrichtung entsprechend gezeichnet und möglicherweise auch bereits Maßnahmen im Sinne der Nachhaltigkeit beschrieben.
Allerdings schließt sich nun wieder der Kreis, und diese Maßnahmen müssen von kompetenten Verantwortlichen aufgenommen, operationalisiert und ausgeführt werden.

Genau an diesem Punkt sollten sich die Entscheider die Frage beantworten, ob zwangsläufig und ausschließlich eine interne Lösung zielführend sein kann oder nicht extern zugekaufte Ressourcen eine smarte und kosteneffiziente Lösung darstellen können.

Denkbar ist, dieses Kompetenzfeld vorläufig oder auch mittelfristig komplett an einen externen Dienstleister zu vergeben, der hier alle Bearbeitungsfelder übernimmt und die beschriebene Lücke zwischen kurzfristiger externer Anforderung und verfügbaren Ressourcen schließt.
Dies kann insofern eine kosteneffiziente Variante sein, da hierdurch zielgerichtet und modular nur die Themen bearbeitet werden, die auch im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie umgesetzt werden sollen.  Es entstehen zudem dafür intern keinerlei Kosten für Schulungen, Fortbildung oder Personalakquise. Innovationen und Marktinformationen werden von außen als Expertise aktiv eingebracht.

Dieses Vorgehen ist im CSR Umfeld  gelebte Praxis. Viele Unternehmen bedienen sich beispielsweise heute schon externer Partner zum Management der Lieferantenauditierungen, und lediglich die Ergebnisse werden entsprechend in das Unternehmen zurückgeführt.

Den Überblick behalten

Die größte Herausforderung ist jedoch, in dieser Vielzahl der Themen und Maßnahmen den Überblick zu behalten. Zentrales Ziel ist es, den Aufwand zu reduzieren, um für die verschiedenen Zielkanäle/ Berichte, die teilweise ähnliche Informationen in anderer Darstellungsart benötigen, die Informationen auf Knopfdruck bereit zu stellen.

Hilfreich wäre also ein Kompass, der neben der Richtung auch gleichzeitig die gesamte Reiseroute anzeigt. Eine solche Kompassfunktion bieten ESG- oder CSR-Management Systeme. Natürlich bedarf es, wie in jedem anderen guten System auch, entsprechender Vorarbeit und Pflege des Inputs. Allerdings erlauben viele dieser Systeme auch die Anbindung an die eigene Systemlandschaft (ERP für Lieferantenmanagement, Risikomanagement System, …), um im Nachhaltigkeitsdschungel den die richtigen Maßnahmen zu ergreifen und den Fortschritt auch messen zu können.

Leider erleben wir oft einen Aktionismus, um etwas vermeintlich Nachhaltiges für das Unternehmen schnell zu starten. Der fehlende Überblick sorgt in der Folge dafür, dass die meisten, im Zweifel durchaus sinnvollen, wenn nicht notwendigen, Maßnahmen im Sande verlaufen oder am Ende nicht den Einfluss auf die Nachhaltigkeit haben, wie man es sich am Beginn versprochen hat.

Durch den Dschungel navigieren

Egal, ob es darum geht die richtige Strategie zu entwickeln, die Maßnahmen realistisch zu planen, die Umsetzung der Maßnahmen mit Fach- und Methodenkompetenz zu realisieren, Prozesse in der Nachhaltigkeit zu digitalisieren oder sogar dieses komplette Feld an einen kompetenten Partner zu übergeben und trotzdem mit einem Tool den Überblick zu behalten – unsere Berater denken Strategie und Umsetzung end-to-end und sind dabei wesentlich kosteneffizienter als ein interner Stellenaufbau.

Durch langjährige Linienerfahrungen in diesem Bereich und als Sustainability First Mover sind wir wesentlich umsetzungsorientierter und gleichzeitig langfristiger ausgerichtet als Strategieberatungen.

Dazu bietet Adconterra eine umfassendere Dienstleistung als bei Wettbewerbern aus den Nischen, die nur auf bestimmte Teile der Nachhaltigkeit, bestimmte Branchen oder gezielte Fragestellungen festgelegt sind.