• Link zu LinkedIn
  • Link zu Xing
  • Link zu Mail
Tel.: +49 (0)208 74010481
ADCONIA
  • Unternehmen
    • Fokus
    • Referenzen
    • Kooperationspartner
    • Veranstaltungen
    • Management
  • Wie wir arbeiten
    • Consulting
    • Advisory
    • Strategiefindung
  • Unsere Analysekompetenz
    • Potenzialanalyse
    • Digital Value Navigator
    • Positionsanalyse
  • Digitalisierung
    • Digital Value Navigator
    • Digitale Transformation
    • Einsatzmöglichkeiten von KI im Einkauf
  • Nachhaltigkeit
    • ADCONTERRA – wir navigieren Ihr Unternehmen zur Nachhaltigkeit
    • Nachhaltigkeitscheck
    • Supply Chain Performance
  • Kostenmanagement
    • Einkaufsoptimierung
    • Kostenoptimierung
    • Dienstleistersteuerung
    • CBAM-Rechner
    • CBAM Zeitstrahl
    • Supply Chain Finance
  • Organisationsentwicklung
    • Transformation
    • Personalentwicklung
    • Führungskräftecoaching
    • Transparente Supply Chain
  • Publikationen
    • Übersicht
    • Blog
    • WEITSICHT – Das Innovationsmagazin
    • EINBLICK
    • #MontagimEinkauf
    • Webcast ADCONIA
    • Privatsphäre-Einstellungen ändern
      • Historie der Privatsphäre-Einstellungen
      • Einwilligungen widerrufen
  • Terminvereinbarung
  • FAQ
  • Switch to English
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü
Jessica Murawski

Jessica Murawski

Senior Consultant
ADCONIA

Maverick Buying

die Herausforderung in den eigenen Reihen

Grundlegende Aufgabe einer jeden Einkaufsabteilung ist die Beschaffung der vom Unternehmen benötigten Güter oder Dienstleistungen in der erforderlichen Menge und Qualität zum richtigen Zeitpunkt und Ort mit den bestmöglichen Konditionen – soweit das kleine BWL-Einmaleins. Dabei geht es nicht nur darum, Bestellungen bei den Geschäftspartnern zu platzieren, sondern zunächst um den Aufbau von Strategien und Prozessen, auf deren Grundlage und unter deren Rahmenbedingungen die operative Beschaffung aufgebaut ist. Im Rahmen von beispielsweise Lieferanten-, Warengruppen- und Risikomanagement finden die diversesten Faktoren Berücksichtigung und werden dabei stets in einem gesamtunternehmerischen Kontext betrachtet und bewertet.

Alles könnte danach seine geregelten Wege gehen, wäre da nicht die Herausforderung in den eigenen Reihen: Abteilungen und Bedarfsträger, die eigenmächtig Waren und Dienstleistungen kaufen, ohne dabei den Einkauf (rechtzeitig) zu involvieren und die Einkaufsregeln des Unternehmens zu befolgen. Wir sprechen hier von Maverick Buying, auch wilder Einkauf genannt. Deutschlandweit liegt die Maverick Buying Quote bei durchschnittlich 25,6 Prozent, so das Ergebnis einer Studie der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (2021). Die Quote erfasst alle Bestellungen, die ohne Einbindung des Einkaufs getätigt werden, und setzt diese in Bezug zum Gesamt-Einkaufsvolumen. Häufig betroffen sind hierbei mittelständige Unternehmen oder indirekte Warengruppen.

Das Warum und seine Folgen

Gründe für Maverick Buying sind vielfältig: Zum einen können dies die fehlende Kenntnis der Mitarbeiter über die bestehenden Beschaffungsprozesse sein oder schlichtweg deren Unwille, diese zu nutzen, weil sie nicht auf die Einkaufsabteilung und deren Kompetenz bzw. die der gesetzten Lieferanten vertrauen, weil sie die Prozesse als für sie umständlich betrachten, weil sie eine höhere Geschwindigkeit für einen dringenden Bedarf benötigen oder weil sie im Einzelfall tatsächlich einen besseren Preis erwirken. Die Total Costs of Ownership fließen in den seltensten Fällen in die Bestellentscheidung ein, ebenso wenig wie entstehende zusätzliche Prozesskosten oder Risikogesichtspunkte. Oft ist es so, dass die Maverick Buyer fokussiert auf ihre eigene Situation nur ihren individuellen Vorteil wahrnehmen und sich nicht der Konsequenzen ihres Handelns für das gesamte Unternehmen bewusst sind oder diese willentlich in Kauf nehmen.

In Folge des Maverick Buying kommt es zu unabgestimmten Prozessen und Probleme in den nachgelagerten Schnittstellen, beispielsweise in der Warenannahme und der Kreditorenbuchhaltung. Oft ergeben sich schlechtere Preise für die eingekauften Waren und Dienstleistungen aufgrund kleiner Bestellmengen und mangelnder Verhandlungskompetenz bzw. die Nicht-Nutzung rahmenvertraglich definierter Konditionen. Eine fehlende Transparenz über Bestellvolumina sowie nicht gebündelte Bedarfe sorgen darüber hinaus für eine geschwächte Position des Einkaufs gegenüber dem Markt. Nicht zuletzt birgt Maverick Buying ein erhöhtes Risiko aufgrund einer nicht ausreichenden Qualifizierung der genutzten Lieferanten oder einer steigenden Korruptionsgefahr.

Keine Chance dem wilden Einkauf!

Es gilt also klar, Maverick Buying zu verhindern! Der Einkauf muss in alle Beschaffungsvorgänge rechtzeitig eingebunden werden, um negative Effekte für das Unternehmen zu minimieren. Hierbei ergeben sich verschiedene Ansätze:

  1. Kommunikation

Zur Minimierung der Unkenntnis von Mitarbeiter über bestehende Einkaufsprozesse, -regeln und -verantwortlichkeiten sind diese klar zu formulieren und zu kommunizieren, beispielweise in Form einer Einkaufsrichtlinie. Darüber hinaus sollten allen Beteiligten die Ansprechpartner im Einkauf bekannt sein.

  1. Verständnis für die Prozesse schaffen

Das aktive Einkaufsmarketing bildet einen wichtigen Grundstein, um das Verständnis für die Prozesse, ihrer Vorteile und dadurch ihre Akzeptanz im Unternehmen zu fördern. Hierbei gilt es, über das Wirken des Einkaufs sowie seine Erfolge transparent und nachvollziehbar zu informieren und den Kollegen dadurch den Nutzen für sich und das Unternehmen im Ganzen bewusst zu machen.

  1. Simplifizierung

Durch die Vereinfachung von Prozessen steigt gleichzeitig ihre Akzeptanz in der Belegschaft. Größtes Potenzial liegt hier in der Digitalisierung, beispielsweise durch die Implementierung von Einkaufsplattformen wie sie jeder aus seinem privaten Umfeld bereits kennt. Diese ermöglichen den regelkonformen Direkteinkauf durch die Bedarfsträger ebenso wie die unkomplizierte Abbildung von (Genehmigungs-)Workflows.

  1. Aktive Verfolgung

Letztlich hilft eine konsequente Überwachung des Maverick Buying und die Sanktionierung von Verstößen bei der Reduzierung. Mit Hilfe einer Betrachtung der Maverick Buying Quote im Zeitverlauf lässt sich die Wirkung von Maßnahmen überwachen.

Ähnliche Beiträge

Twin Transition – doppelt erfolgreich

27. Mai 2025/von Rainer den Ouden
Weiterlesen
https://adconia.de/wp-content/uploads/2025/08/Hintergrund.png 1152 2048 Rainer den Ouden https://adconia.de/wp-content/uploads/2019/11/adconiagrey_-1.jpg Rainer den Ouden2025-05-27 17:10:512025-09-23 15:30:26Twin Transition – doppelt erfolgreich

Beiträge von

Neue Strategie für öffentliche Beschaffung

Neue Strategie für öffentliche Beschaffung

18. Juli 2025/von Sven Cames
Weiterlesen
https://adconia.de/wp-content/uploads/2025/06/bundestag-204771_1920.jpg 1920 1920 Sven Cames https://adconia.de/wp-content/uploads/2019/11/adconiagrey_-1.jpg Sven Cames2025-07-18 11:22:292025-09-23 18:45:48Neue Strategie für öffentliche Beschaffung

Die letzten Blogs

  • Fünf gute Argumente gegen Preissteigerungsforderungen durch Lieferanten2. Februar 2026 - 13:52
  • Weitsicht
    „Weitsicht“ Ausgabe 2: Den Wandel im Mittelstand aktiv gestalten13. Januar 2026 - 10:46
  • Weibliche Führung im Einkauf
    Weibliche Führung im Einkauf: Warum Diversität den Unterschied macht10. November 2025 - 11:05
  • Neue Strategie für öffentliche Beschaffung
    Neue Strategie für öffentliche Beschaffung18. Juli 2025 - 11:22
  • Wechsel in der ADCONIA Geschäftsführung15. Juli 2025 - 16:46

Kontakt

ADCONIA GmbH | Tel.: +49 (0)208 74010481 | E-Mail: info@adconia.de

ADCONIA GmbH
Essener Str. 5
46047 Oberhausen

Gut zu wissen

Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Anfahrt

   

Link to: In drei Schritten zu messbaren Zielen im Einkauf Link to: In drei Schritten zu messbaren Zielen im Einkauf In drei Schritten zu messbaren Zielen im Einkauf Link to: Cross-funktionale Einkaufsprojekte – Ein Blick über den Tellerrand Link to: Cross-funktionale Einkaufsprojekte – Ein Blick über den Tellerrand Cross-funktionale EinkaufsprojekteCross-funktionale Einkaufsprojekte – Ein Blick über den Tellerrand
Nach oben scrollen Nach oben scrollen Nach oben scrollen